On 14. November 2012 by nadia.meier

Schlusspräsentation am 10. November 2012 im Kantonsratssaal in Zug. Foto: Terrence Wirth
Mit der Schlusspräsentation im Kantonsratssaal in Zug ging am 10. November die 15. Nationale Kinderkonferenz zu Ende. 50 Kinder zwischen 8 und 15 Jahren haben sich drei Tage intensiv mit dem Thema Freundschaft befasst. Am Ende präsentierten die Kinder ihre Forderungen den Politikern, Medienschaffenden und Eltern. Wichtigste Botschaft: Kinder wollen ihre Freunde selbst wählen, auch wenn es sich dabei um ungewöhnliche Freundschaften handelt.
Gemäss UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder das Recht, sich mit Freunden zusammenzuschliessen. Die Teilnehmenden der Kinderkonferenz fordern, dass die Erwachsenen dieses Recht auch achten. Eltern sollten in Sachen Freundschaft zwar beraten, aber nicht bestimmen. Besonders wichtig ist den Kindern dabei die Akzeptanz ungewöhnlicher Freundschaften, etwa zwischen Kindern verschiedener Religion, Herkunft, von unterschiedlichem sozialem Status oder Alter.
Kein Kind in der Schweiz soll ohne Freunde oder Spielgefährten aufwachsen müssen. Dies eine weitere Forderung der Kinderkonferenz. Die Teilnehmenden haben festgestellt, dass nicht alle Kinder Freunde haben, etwa Kinder in einem Asylheim. Die Erwachsenen sind aufgerufen, dies zu ändern. Die Teilnehmenden der Kinderkonferenz haben zudem einen “Ratgeber für Aussenseiter” erstellt, der sich an Kinder ohne Freunde richtet.
Die Kinderlobby dankt allen Teilnehmenden fürs Mitmachen! Und ein grosses Merci geht auch an die Gruppenleiter und Helfer, die finanziellen Unterstützer sowie an die Stadt und den Kanton Zug.
Die nächste Kinderkonferenz findet vom 6. bis 9. November 2013 in Schaan FL statt zum Thema «Mami, Papi und ich – mein Recht auf Familie». Das Thema wurde von den Teilnehmenden der Kinderkonferenz ausgewählt.