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Titel:
Die Kopfrechnerin
Autor/in:
Jürgen Seidel
Verlag:
Beltz & Gelberg Verlag
ISBN / EAN-Nummer:
ISBN: 3-407-80876-3 EAN: 978-340780876-9
Besprecher/in:
Barbara Siegenthaler, Kinag-Jugendreporterin (14), 5736 Burg / AG
Veröffentlicht am: 22.9.2003
Zusammenfassung:
Chiara Lisa Morelli lebt in Italien, bis ihre Eltern bei einem mysteriösen Unfall ums Leben kommen.
Der Schreiber Tulpino bekundet, dass Chiara nach Berlin zu ihrem Onkel, Herrn Professor Göttling, muss. Bianca, die Patennichte Tulpinos, belgleitet Chiara auf ihrer Reise. Die beiden können nicht Freunde sein, meint Bianca. Sie sagt, sonst würde Chiara ihr Leben verlieren, alles würde sie verlieren: Die Luft, den Boden, das Blut, die Wärme.
Chiara misstraut Bianca, denn sie weiss, dass ihr Vater geheime Pläne hatte. In Deutschland wird Chiara merkwürdig begrüsst, durch Toto, ihren Cousin. Der Professor benimmt sich ebenfalls sehr merkwürdig. Er ist Mathematiker und hat einen wichtigen Geheimauftrag. Chiara soll ihm nun dabei helfen. Sie berechnet die Zahl Pi bis auf viele Stellen hinter dem Komma für ihn, denn sie hat ein Feeling für Zahlen. Sie sind sogar lebendig für sie und haben Charaktere. Göttling will ihr die Treue-Eisen des Königs einbrennen lassen, von Montgolfiere, seinem entstellten treu ergebenen Diener.
Toto, der schon lange weg will von seinem Vater, stiehlt Geld von ihm und nach einem Brand im Haus flüchtet er mit Chiara. Sie wollen in einem Heissluftballon nach Amerika fliegen. Der Fluchtversuch misslingt. Wieder zurück in Berlin muss Chiara zum König. Wegen ihrer rechnerischen Begabung bereitet sie ihm grosse Freude.
Fürst Bismarck meint, sie seien am Rande eine Revolte, nämlich der Zahlenrevolte. Dies vermutete auch schon Göttling. Der König unterbreitet der Kopfrechnerin einen Vorschlag: Sie soll für ihn die Mathematik menschlich werden lassen! Lies selbst, wie "die Kopfrechnerin" ausgeht!
Kommentar:
Das Buch ist interessant und packend geschrieben, aber ich verstand nicht, wie man auf die Idee kommen kann, Zahlen seien lebendig! Chiara ist komisch: Manchmal ist sie sich ihrer Lage ganz sicher, dann wieder weiss sie nicht, was sie tun soll. Ihre Aussagen gefallen mir, wie zum Beispiel: "Mein Leben passt in einen Koffer!" Göttling ist ganz "von der Rolle" mit seinen komischen Ansichten und Ideen. In Toto hingegen kann ich mich sehr gut hineinversetzen. Mir würde Göttling auch nicht behagen, da er manchmal sehr ungerecht ist gegen seinen Sohn. Den Schluss verstehe ich auch nicht ganz, denn viele Geheimnisse sind damit noch nicht gelöst.
Die Vorstellung, dass die Zahlen gegen uns Menschen revoltieren könnten, beeindruckt mich, auch wenn dies gar nicht möglich ist, da wir uns ja die Zahlen ausgedacht haben.
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