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Titel:
Wo die Feuer der Lakota brennen
Autor/in:
Thomas Jeier und Marek Zawadzki
Verlag:
Ueberreuter Verlag
ISBN / EAN-Nummer:
ISBN: 3-800-02801-8 EAN: 978-380002801-6
Besprecher/in:
Cynthia Müller, Kinag-Jugendreporterin (12), 5503 Schafisheim / AG
Veröffentlicht am: 20.10.2003
Zusammenfassung:
Wenn der Grosse Geist gewollt hätte, dass ich ein Weisser wäre, hätte er mich gleich dazu gemacht. Er hat bestimmte Absichten in eure Herzen gepflanzt, in unsre Herzen hat er Wünsche gelegt. Im Angesicht des Grossen Geistes ist jeder ein guter Mensch. Warum wollt ihr Adler in Krähen verwandeln?
Das waren die Worte von Sitting Bull, einem weisen Mann vom Stamme der Lakota. Er zog nach der Schlacht am Little Bighorn mit ein paar anderen Kriegern ins Land der Grossmutter, um dort in Frieden zu leben. Adlerfrau, eine junge Lakota-Indianerin, hingegen, zog mit ihrem Vater Gelbe Hand, ihrer Mutter Büffelfrau und dem Rest des Stammes Richtung Norden. Dort wollten sie sich den Winter durch verstecken. Die Weissen wollten Rache, denn die Indianer hatten am Little Bighorn viele ihrer Soldaten getötet. Das unbeschwerte Leben auf den freien Ebenen der Prärie war vorüber.
Die „Blauröcke“ fanden die Lakota zwar nicht, aber sie töteten alle Büffel, sodass der Stamm kein Essen mehr hatte. Viele Lakota starben im Winter. Am Schluss hatten sie so wenig zu Essen, dass sich der Häuptling den Weissen ergeben musste. Der ganze Stamm wurde in ein Reservat geschickt. Doch dort bekamen sie nur sehr schlechtes Essen. Wenn jemand über die Reservats-Grenzen hinaustrat, wurde erschossen, ob diese Person es absichtlich gemacht hatte oder nicht, war egal! Adlerfrau stand eine harte Zeit in der Reservatsschule bevor, wo sie bestraft und gedemütigt wurde, weil sie ihre indianische Vergangenheit nicht vergessen wollte. Als Vierzehnjährige wurde sie und ihre Freundin auf ein Internat in den Osten geschickt, um dort zu Weissen umerzogen zu werden. Auch hier spürte Mary Read Eagle, wie Adlerfrau jetzt hiess, den Hass der Weissen.
Wird Adlerfrau ihre Vergangenheit vergessen und eine Weisse werden? Lest selbst nach.
Kommentar:
Das Buch ist spannend geschrieben und lesenswert. Es gibt einen Einblick in das unterdrückte Leben der Indianer in den Reservaten. Da das Buch aus der Sicht der Indianerin Adlerfrau verfasst ist, kann man sich beim Lesen der Lektüre in deren Lebenssituation einfühlen.
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